Unser Bild vom Kind

PHILOSOPHIE

Das Konzept unseres Kinderladens wurde nach den reformpädagogischen Grundprinzipien Maria Montessoris erstellt. Im Zentrum steht dabei das Kind mit seinem inneren Bauplan. Wir vermitteln den Kindern, dass es normal ist, verschieden zu sein. Integration ist für uns selbstverständlich. Nach Montessori ist es zudem entscheidend, dass nicht die Pädagogen das Kind nach ihrem Plan erziehen, sondern dass es sich selbstbestimmt in der Gruppe entfalten kann. Wir unterstützen die Kinder dabei mit Montessori-Materialien. Diese ermöglichen es schon im frühen Alter, ein Verständnis für Zahlen und Buchstaben zu erlangen. Natürlich wird in unserem Haus aber nicht nur „gearbeitet“. Spielen, singen, toben im Garten, Feste feiern etc. gehören genauso in unseren Alltag.

Ein ausführliches pädagogisches Konzept als pdf zum Download gibt es hier.

Ziele und Grundsätze

Im Mittelpunkt aller Aktivitäten der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft steht das Kind mit seinem individuellen Recht auf ganzheitliche Entwicklungsförderung und -begleitung. Gemeinsam mit dem Kind sollen Eltern und Pädagogen einen Weg finden, um seine persönlichen und sozialen Bedürfnisse zu befriedigen.

Die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft stützt sich auf Grundsätze, die kontinuierlich von allen Beteiligten berücksichtigt werden. Diese „sechs Säulen“ beschreiben die Arbeitsweise im Kinderladenalltag und zugleich die grundsätzliche Herangehensweise an das Zusammenwirken der Eltern und Pädagogen im weitesten Sinne.

Sechs Säulen

Elternarbeit / Erziehungspartnerschaft in der Praxis

Die Erziehungspartnerschaft im Kinderladen ist systematisch aufgebaut. Die Basis bildet die „klassische“ Elternarbeit. Darunter fallen:

  • einmal jährlich ein Entwicklungsgespräch, nach Bedarf weitere Elterngespräche
  • individuelle „Tür-und-Angel-Gespräche“
  • thematische und informativ-organisatorische Elternabende/-nachmittage
  • gemeinsam organisierte und durchgeführte Höhepunkte im Jahreslauf

Bei uns werden Kinder in zwei altersgemischten Gruppen betreut. Die Kleineren sind ein bis vier Jahre alt und in der Sonnenblumengruppe, die Größeren drei bis sieben Jahre und in der Kichererbsengruppe. Es gibt zudem Angebote für bestimmte Untergruppen, wie zum Beispiel „langbeinige Schildkröten“, Waldtagskinder, Mitteltreff-Kinder oder Krippenkinder.

Alle Kinder werden morgens persönlich begrüßt, in ruhiger und entspannter Atmosphäre. Auch die Eltern können sich kurz mit den Pädagogen besprechen. Es gibt jeden Morgen ein offenes Frühstück. Kinder, die daran teilnehmen, bringen ihr Frühstücksessen selbst mit. Obst und Getränke werden von den Pädagogen vorbereitet.

Gegen neun Uhr starten die Kinder im Morgenkreis in ihren jeweiligen Gruppen in den Tag: Singen, Erzählrunde, wichtige aktuelle Themen für das Gruppenleben werden besprochen. Danach beginnt die Zeit des Freispiels und alle sind draußen im Garten, bei jedem Wetter.

Das Mittagessen findet in familiärer Umgebung statt. Die Kinder bestimmen selbst, was und wie viel sie essen. Sie werden ermuntert, von jedem Essen zu probieren.

Bis 13 Uhr können die Mittagskinder abgeholt werden, ab dann ist „Leisezeit“ im Haus, in der die anderen Kinder bis spätestens 15 Uhr ruhen oder schlafen.

Nach der Mittagsruhe folgt eine Vesper am späteren Nachmittag, anschließend können alle noch mal im Haus und im Garten frei spielen. Für die älteren Kinder gibt es auch handwerkliche Angebote. Der Kinderladen schließt um 17 Uhr (bzw. freitags um 16:30 Uhr).